Tagesarchiv: 28. Januar 2020

Gaming mit PayPal: Warum spielt PayPal eine bedeutende Rolle im Gaming?

PayPal ist einer der beliebtesten Online-Zahlungsabwickler überhaupt. Der Service zählt über 200 Millionen Kunden und es ist davon auszugehen, dass der Service sich in den nächsten Jahren erweitern wird. Neuerdings hat PayPal auch eine eigene Debit-MasterCard gezeigt. Ein Warnschuss für die Banken: PayPal kann jetzt, nämlich auch ohne Bank!

In diesem Beitrag geht es jedoch darum, weshalb PayPal eine so bedeutende Rolle im Gaming eingenommen hat. PayPal hat sogar eine eigene Unterseite, über welchen sich Geschenkkarten und Guthaben für neun äußerst wichtige Plattformen gekauft werden kann – darunter Nintendo eShop, Blizzard, Xbox und Apple App Store (für mobiles Gaming).

Mit Einfachheit zur wichtigen Plattform im Gaming

Der Erfolgsfaktor liegt wohl in der Einfachheit. PayPal hat sich durch schnelle Transaktionen einen Namen gemacht. Zusätzlich gab es noch den Käuferschutz bei jeder Transaktion, dies war damals ein einzigartiger Mehrwert. Durch die Nutzerbasis, welche insbesondere durch eBay entstanden ist, wurde der Trend immer klarer.

Beinahe jeder Online-Shop hat mittlerweile eine Integration zur vereinfachten Zahlung, welche selbstverständlich über PayPal funktioniert. Der Mehrwert ist auch hier wieder für den Nutzer klar: Es müssen keine Versanddaten angegeben werden. Alle Daten werden mit PayPal direkt ausgetauscht. Der Kauf dauert damit nur wenige Sekunden statt ein paar Minuten (und einer eventuellen Nutzerkontoerstellung).

Somit mussten auch die Plattformen nachziehen. Nicht nur Apple, Google, Blizzard, Bigpoint und Nintendo waren am Zug — auch die Online Casinos mussten mit PayPal aufrüsten. Bei einem PayPal Casino gibt es mittlerweile sogar einen Bonus, wenn die erste Einzahlung über PayPal erfolgt.

Ratenkauf für Gamer in Notsituationen

September 2019 gab es dann noch die neue Option, eine Ratenzahlung bei Beträgen zwischen 199 Euro und 5.000 Euro zu vereinbaren. Die Raten werden auf 12 Monate beschränkt bei einem Zinssatz von 9,99 Prozent mit Sofortzusage.

Ein solcher Service ist auch für Gamer in Notsituationen geeignet. So zum Beispiel, wenn die Grafikkarte den Geist aufgibt oder wenn ein neuer Gaming Stuhl benötigt wird. Allerdings erhöht ein solcher Service durchaus die Wahrscheinlichkeit für die Schuldenfalle.

Wie wurde PayPal gegründet?

Am 16. November 1999 startete PayPal und kurz darauf wurde der Service am meisten bei eBay in den USA verwendet. Der Kundenstamm wuchs zwischen Januar und März 2000 um 7 bis 10 Prozent am Tag. Hinter dem System stecken der deutsche Peter Thiel und sein Studienkollege Max Levchin.

Elon Musk trat dem Team später bei. Er gründete seine eigene Firma namens X.com — ebenfalls ein Zahlungsdienstleister. Allerdings funktionierte das System per E-Mail und durchaus gab es Sicherheitsbedenken, obwohl das System über 100.000 Nutzer hatte. Im März 2000 fusionierten beide Unternehmen.

Während des Jahres wurden beide Dienste schlussendlich kombiniert und somit war PayPal das einzige Bezahlsystem weltweit. Spätestens ab dem 3. Quartal 2000 wurde die internationale Expansion eingeleitet. Eine Konkurrenz gab es jedoch noch: Billpoint. Eine Tochtergesellschaft von eBay. Es dauerte nicht lange, bis PayPal mit weiteren Funktionen punkten konnte. Billpoint wurde unbedeutend.

Während des Dotcom-Hypes ging PayPal als erste Firma an die Börse. Im Oktober 2002 wurde der Dienst von eBay übernommen für circa 1,3 Milliarden Euro. Mit 11,7 Prozent war Elon Musk der größte Anteilseigner. Er verlor aber einen internen Machtkampf, worauf er in Tesla investierte und die Firmen SpaceX für die Raumfahrt und SolarCity für saubere Energie gründete.